Willkommen im Beemgee-Blog

In diesem Blog geht es um Storytelling. Wir wollen einen Einblick in die Stoffentwicklung geben und ein Verständnis für Zusammenhänge der Komponenten in einer Geschichte vermitteln. Wir bieten dabei leider keine Erfolgsformel à la „Wie ich einen Bestseller schreibe“ oder „Wie ich das Drehbuch für einen Blockbuster schreibe“. Doch wenn du dich mit Stories befasst, wirst du hier einiges entdecken.

In der Kategorie Story & Struktur schreiben wir über den Aufbau des Plots sowie über Figurenentwicklung und Dramaturgie.
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Besser Schreiben – Workshop in Karlsruhe am 1.12.2018

Bücherbüffet-Pop-Up-Laden in der Kaiserstrasse 58-60, Karlsruhe. 12:00 bis 17:00

Struktur ⇒ Emotion ⇒ Erlebnis: Strukturierte Gefühle – die emotionale Reise der Leser*in

Wie die narrative Struktur Ihre Story zum Lese-Erlebnis macht: Geschichten zum Mitfiebern. 

Was genau ist eine Geschichte?(mehr …)

Storytelling, um Gutes zu tun

Gemeinnützige Organisationen und Geschichten.

Beemgee ist zunehmend mit gemeinnützigen Organisationen und Non-Profits involviert und unterstützt sie bei ihren Bemühungen, ihre Geschichten zu erzählen. Storytelling eignet sich hervorragend für die Kommunikation von Organisationen, die Menschen in Not helfen oder das Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeiten schärfen wollen. Für FundraisingBox haben wir eine Einführung in die Prinzipien des Geschichtenerzählens geschrieben. 

Wie Erzählstruktur Ihre Story zu einem Erlebnis mit Happy End macht

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DEIN PERFEKTER PLOT – Antje Tresp-Welte ist die Gewinnerin der gemeinsamen Challenge von BoD und Beemgee.

Sie gibt in ihrem Blogbeitrag freimütig Einblick in ihren Schreibprozess und ihre Erfahrungen mit Beemgee.

Kurz war kinderleicht

Wenn mich etwas packt, spinne ich eine Geschichte daraus. Bis vor einigen Jahren waren es überwiegend Märchen, Kurzgeschichten für Erwachsene, Lyrik und Vorlesegeschichten für jüngere Kinder, die zum Teil in Zeitschriften veröffentlicht worden sind. Meine Geschichte um eine Brillenschlange, die ständig geärgert wird, wurde sogar ein kleines Buch: „Charlotte und der blaue Schleicher“. Für all diese Geschichten habe ich allenfalls ein paar wenige Gedanken zur Planung skizziert und sie danach relativ rasch ausformuliert.

Inzwischen faszinieren mich auch Buchprojekte. Aktuell sind es Krimis und auch Fantasy für Kinder ab 8 bzw. 10 Jahren.

Lang braucht langen Atem …

Während eines Nordseeurlaubs kam mir die Idee zu meinem ersten Krimi. Darin rettet der Protagonist, ein elfjähriger, sehr phantasievoller Junge mit einer Vorliebe fürs Zeichnen nicht nur die Teestube seiner Oma vor dem Abriss, sondern wird auch noch in eine mysteriöse Geschichte um einen längst verstorbenen Piraten verwickelt. Die Ursprungsidee hatte ich auf einem Autorenseminar zum Plot weiterentwickelt. Ich fand das Thema so toll, dass ich es gar nicht erwarten konnte, mit dem Schreiben zu beginnen. Zuvor machte ich mir Notizen zu den einzelnen Figuren und überlegte wichtige Eckpfeiler der Handlung mit Hilfe der Heldenreise. Schwungvoll legte ich los und konnte bald meinem Sohn die ersten Kapitel vorlesen. Leider war sein Kommentar: „Mama, das ist viel zu lang!“

… und heißt nicht langatmig!

Meine beiden Testleser kamen zu einem ähnlichen Ergebnis und auch ich hatte bereits gemerkt, dass es irgendwie „knarzte“, ich nicht so richtig zum Punkt kam. Lag es an meiner Vorplanung? War die zu wenig detailliert? Ich kniete mich in den Text, kürzte Passagen, strich einzelne Figuren und arbeitete dafür andere genauer aus. Dadurch veränderten sich ganze Handlungsstränge. Gleichzeitig bekam meine Geschichte mehr (Erzähl-)Tempo und ich fand eine mitreißende Sprache.  (mehr …)

Der letzte Schrei – von Katharina Gerwens

Der erste Roman, in dem steht, dass Beemgee unterstützen durfte.

Dies ist sicherlich nicht das erste Buch, bei dem unser Autorentool zum Einsatz kam. Aber es ist das erste Mal, dass eine Autorin uns in der Danksagung explizit erwähnt. Wir freuen uns und sagen, „Danke, Katharina!“

Der letzte Schrei

erschienen im Piper Verlag

 

 

 

 

Susanne Pfeiffer verstärkt seit kurzem das Beemgee-Team. Sie hat vorab für uns ihre langjährige Freundin Katharina Gerwens interviewt.

 

Glückwunsch, Katharina! Immer toll, wenn man sein Buch dann wirklich in Händen halten kann … DER LETZTE SCHREI ist Dein wievieltes Buch bei Piper?

Mein elfter Regionalkrimi. Bald ist das Dutzend voll ….

Ich finde DER LETZTE SCHREI als Krimi-Titel richtig gut! Du neigst ja zu Mehrdeutigkeiten, und das kommt auch hier wieder gut zum Tragen. – Aber ich will auf ganz was anderes hinaus: Du kennst doch meine Marotte, jede Buchlektüre mit der Danksagung zu beginnen – und da taucht bei Dir, last but not least, BEEMGEE auf?! Wie das?

Weil für mich jede Unterstützung erwähnenswert ist! Ich habe in meinem Umkreis so viele Menschen zu allem Möglichen befragt, und in diesen Gesprächen haben sich immer wieder neue Aspekte ergeben – da kann man schon mal danke sagen! DER LETZTE SCHREI ist übrigens das erste Buch, bei dem ich mit Beemgee gearbeitet habe – und das war mir eine große Hilfe. (mehr …)

Story-Struktur und Plot-Beats

Was meinen wir, wenn wir über die Struktur einer Geschichte sprechen?

Eine Geschichte ist eine komplexe Einheit, die viele miteinander verknüpfte Teile umfasst. Die Autor*in legt dem Material ein Organisationsprinzip auf. Das Ergebnis dieser Formung oder Formgebung des Materials ist die Story-Struktur, und diese verwandelt die Geschichte in eine Erzählung.

Bestimmte strukturelle Marker sind so explizit, dass das Publikum sie wahrnimmt, wie z.B. Kapitel in Romanen. Elisabethanische Stücke wie die von Shakespeare wurden typischerweise in fünf Akte unterteilt. Das Drehbuch eines Films wird in Akte, Sequenzen und Szenen unterteilt.

Beats

Es gibt allerdings Strukturen, die normalerweise nicht offensichtlich oder explizit gekennzeichnet werden. So kann beispielsweise eine Szene in Beats zerlegt werden – erkennbar nur durch die Momente, in denen sich die Stimmung oder Beziehung zwischen den Figuren ändert. Zwei Figuren führen ein Gespräch, Figur A sagt etwas, das Figur B anders reagieren lässt als wie A es erwartet hat – das ist ein Beat.  (mehr …)

Storylines – die Handlungsstränge eines Plots

Aus den Aktionen und Interaktionen der Figuren entsteht die Handlung.

Im Großen und Ganzen benötigen Sie mindestens zwei Figuren, um eine Handlung zu entwickeln. Vor allem wenn Sie dem Ensemble noch mehr Figuren hinzufügen, haben Sie die Möglichkeit, mehr als einen Handlungsstrang zu komponieren.

Die meisten Geschichten bestehen aus mehr als einem Handlungsstrang. Jeder dieser Handlungsabläufe ist eine in sich geschlossene Handlung, ein „Sub-“ oder Nebenplot.

In diesem Artikel:

  • Der zentrale Plot
  • Die Liebesgeschichte
  • Der B-Plot
  • Die Macht der Vier
  • Storylines und Plotstruktur

Der zentrale Plot

Oftmals gibt es einen zentralen Plot und mindestens einen Nebenplot. Die zentrale Handlung ist in der Regel die, die sich über die gesamte Erzählung erstreckt, vom Auftreten des externen Problems (dem Auslöser der Geschichte der Hauptfigur) bis zu seiner Lösung. Dies ist die Handlung, die im Vordergrund der Geschichte steht, auf ihrer offensichtlichsten, sichtbarsten und damit äußeren Ebene. So verfolgt beispielsweise die zentrale Handlung einer Kriminalgeschichte die Ereignisse, die mit der Lösung des Falles durch den Detektiv zu tun haben. In einer Abenteuergeschichte über die Suche nach einem Schatz ist die Ereigniskette von der ersten Erwähnung des Schatzes bis zur Platzierung an seinem Bestimmungsort die zentrale Handlung. Die zentrale Handlung ist oft die, die in einer Beschreibung der Geschichte zum Ausdruck kommt.

Die Liebesgeschichte (mehr …)

Die Logline: Ihr Kurzpitch mit sieben Infos in nur einem Satz

Die Logline ist wahrscheinlich der schwierigste Satz, den Sie schreiben müssen.

Die Logline fasst eine Geschichte in einem Satz zusammen. Dieser Satz sollte einprägsam und klar sein, was bedeutet, dass es unwahrscheinlich ist, dass er viel länger als dreißig Wörter sein wird oder eine komplexe Syntax hat.

Sobald Ihre Leser*innen Ihre Logline gelesen haben – oder Ihre Zuhörer*innen sie gehört haben -, werden sie idealerweise folgendes über Ihre Geschichte wissen:

  1.  Um wen es geht.
  2.  Was der zentrale Konflikt oder das Hauptproblem ist.
  3.  Was die wichtigsten Figuren in der Geschichte tun.
  4.  Warum sie es tun, d.h. was ihre Beweggründe sind.
  5.  Wie sie es tun.
  6.  In welcher Welt das alles passiert, d.h. was das Setting ist.
  7.  Wann es passiert, d.h. in welcher Zeit die Geschichte spielt.

Der erste dieser Punkte zählt sogar doppelt – denn in der Regel sollte die Logline nicht nur vermitteln, wer die Hauptprotagonist*in ist, sondern auch, welchem Antagonismus sie gegenübersteht.

Wofür ist die Logline?  (mehr …)

Emotionale Haltung

Was folgt, ist eine Übung zur Figurenentwicklung. Dabei geht es nicht um größtmögliche Realitätsnähe in der Abbildung der menschlichen Psyche. Vielmehr soll die Differenzierung zwischen der emotionalen Haltung einer Figur und ihrer rationalen Einstellung ein weiteres Mittel aufzeigen, mit dem Autor*innen inneren Konflikt darstellen und Figuren Mehrdimensionalität verleihen.

Eine Figur in einer Geschichte hat Überzeugungen, Werte, Ideen, Leidenschaften. Kurz gesagt, eine emotionale Haltung. Es ist dieses Bündel von Gefühlen, die aus der Figur einen Charakter machen.

Unter emotionaler Haltung verstehen wir Glaubenssystem und Wertvorstellung. Dies ist besonders wichtig, wenn man bedenkt, dass Geschichten oft in Konflikt stehende Wertvorstellungen zeigen, und das Thema der Geschichte eine dieser Wertvorstellungen als vorteilhaft gegenüber der anderen darstellen kann.

Eine emotionale Haltung entsteht nicht im Vakuum. Geschichten zeigen Ursache und Wirkung, und die emotionale Haltung der Charaktere ist da keine Ausnahme. Die emotionale Haltung eines Charakters hat Ursachen. Da es sich um Emotionen handelt, können sie schwer zu lokalisieren sein – und zugleich irgendwie offensichtlich.

Herkunft als Ursache der emotionalen Haltung  (mehr …)

Zentraler Charakterzug und Kernemotion

In Geschichten sind die Emotionen der Figuren letztlich die Quellen ihres Handelns, denn die Motivationen basieren schlussendlich auf Emotion.

Die Bestimmung des emotionalen Kerns eines Charakters in einer Geschichte kann zu einem klareren Verständnis des Verhaltens dieses Charakters, d.h. seiner Handlungen, führen.

Was wir hier ansprechen, ist im Wesentlichen eine Prämisse für die Konzeption einer Geschichte. Wir haben an anderer Stelle angemerkt, dass, wenn man eine Gruppe von gegensätzlichen Charakteren in einem Raum – bzw. einer Story-Welt – platziert, eine Handlung aus den entstehenden Interessenkonflikten entstehen kann. Beim Entwerfen von Geschichten besteht ein Ansatz darin, die Kontraste zwischen den Figuren (ihre wesentlichen Charakterunterschiede) zu erzeugen, indem jedem Charakter ein wesentliches emotionales Element gegeben wird. Eine Figur kann leichtfertig sein, eine andere ein Pfennigfuchser. Die eine mag ängstlich sein, die andere frech.

Nun könnte man einwenden: Ist das nicht etwas eindimensional? Sind Charaktere mit nur einem Kerngefühl nicht flach?

Nicht unbedingt. Sich auf ein zentrales emotionales Thema pro Figur zu konzentrieren, ist kein billiger Trick. Es ist so alt wie das Geschichtenerzählen.

Klassische Beispiele (mehr …)

Charakter-Aktion als Wendepunkt der Handlung

Aktion ist Charakter, heißt es.

In diesem Beitrag betrachten wir:

  • Die zentrale Aktion als Wende – der Mittelpunkt (mit Beispielen)
  • Aktionen – was die Figur tut
  • Zögern
  • Bedarf
  • Charakter und Archetyp

Die zentrale Aktion als Wende – der Mittelpunkt

Die Hauptfigur einer Geschichte hat wahrscheinlich eine Art Aufgabe zu erfüllen. Die Aufgabe ist im Allgemeinen das Verb zum Substantiv des Ziels – die Prinzessin retten, den Diamanten stehlen. Die Figur denkt, dass sie, wenn sie das Ziel erreicht, bekommt, was sie will, was in der Regel ein Zustand ist, der frei von einem Problem ist, das am Anfang der Geschichte auftritt.

Die Aktion ist also das, was die Figur tut, um das Ziel zu erreichen: die Prinzessin zu retten, den Diamanten zu stehlen. In vielen Fällen findet diese Aktion in einer zentralen Szene statt. Zentral nicht nur in der Bedeutung, sondern zentral im Sinne der Mitte.

Schauen wir uns einige Beispiele an:  (mehr …)

Was Autorn über das Beemgee Autorentool sagen

„Mir hat das Programm sehr dabei geholfen, meine Story zu strukturieren und die Charaktere auszuarbeiten. Ich habe mich beim Erarbeiten meiner Geschichte durch die angeleitete Charakterisierung dadurch mit Fragen befasst, die ich mir zu meinen Figuren so vorher nie gestellt habe. Ebenso erging es mir mit der Handlung, ich fand es ganz wunderbar, zwischenzeitlich eingeflatterte Ideen problemlos einbauen zu können, die Reihenfolge der Ereignisse unproblematisch umzusortieren und Bemerkungen bzw. Erinnerungsstützen anzulegen, damit keine logischen bzw. Abfolgefehler passieren.“

„Mein großes Kompliment, es ist wirklich ein sehr hilfreiches Tool zur Plotentwicklung.“

„Das Tool ist absolut empfehlenswert.“

„Ich hab mir mal die Testversion vun Beemgee angegeguckt und finde es ziemlich gut, weil man da bei der Hand genommen wird. Es ist sehr figurenlastig (ich liebe es!) und behandelt die Fragen, die mir persönlich auch sehr wichtig sind.“

„Absolut empfehlenswertes Tool. Übersichtlich und motivierend mit Spaßfaktor. Toll!“

„Eine Bereicherung. … Für mich persönlich eine immense Arbeitserleuchterung. Ich sitze hier sonst zuhause mit einem riesen Berg an Zetteln.“

„Ich bin wirklich beeindruckt vom mächtigen Werkzeug Beemgee.“ (mehr …)

Konflikt

Konflikt ist das Herzblut einer Geschichte.

Im wirklichen Leben wollen wir Konflikte generell vermeiden. Geschichten hingegen erfordern Konflikte. Diese Diskrepanz ist ein Indikator für den eigentlichen Zweck von Geschichten als eine Art Übungsplatz, ein Ort, an dem wir lernen, mit Konflikten umzugehen, ohne dass wir reale Konsequenzen erleiden müssen.

In diesem Beitrag werden wir uns ansehen:

  • Eine Analogie
  • Archetypischer Konflikt in Geschichten
  • Konflikt zwischen Figuren
  • Konflikt innerhalb eines Charakters
  • Der zentrale Konflikt

Neben Sprache (in irgendeiner Form, sei es als Text oder als Ausdruck eines Mediums, wie z.B. Film) und Bedeutung (vom Autor beabsichtigt bzw. vom Empfänger verstanden) bilden Charaktere und Handlung die Bestandteile einer Geschichte. Es ist unmöglich, eine Geschichte zu erstellen, die diese vier Komponenten nicht enthält – selbst wenn die Charaktere eindimensional sind und die Handlung keine Struktur hat. Es ist jedoch formal möglich, eine Geschichte konfliktfrei zu komponieren.

Sie wird einfach nicht sehr interessant sein.


Eine Analogie (mehr …)

Hol das Beste aus Beemgee raus!

Beachte diese Hinweise, um das volle Potential des mächtigen Autorentools zu genießen!

Willkommen im Beemgee Autorentool. Hier erklären wir ein paar wichtige Nutzungsprinzipien des Tools, die dir die Arbeit erleichtern.

Logge dich ein – auf jeder Webseite von www.beemgee.com siehst du oben in der Menuleiste EINLOGGEN. Oder setze gleich ein Bookmark für diese Seite: www.beemgee.com/app/login/.

Öffne dein Projekt über das globale Menu – der Button neben dem Logo oben links. Unter PROJEKTE „Alle Projekte“ kannst du das Projekt auswählen.

Logge dich aus nach jeder Sitzung, und schließe dann das Projektfenster! Ja, dein Projekt wird noch zu sehen sein nachdem du dich ausgeloggt hast. Das liegt daran, dass man auch ohne Registrierung ein Beemgee Projekt öffnen kann. So kannst du nämlich dein Projektlink jemanden schicken. Unten mehr dazu.

Falls du noch nicht registriert bist und entsprechend keine Login-Daten hast, kannst du dir gleich hier deinen kostenlosen Beemgee Free-Account holen: REGISTRIEREN.

Öffne dein Projekt immer NUR IN EINEM FENSTER. Halte kein Projekt gleichzeitig in mehreren Browsertabs oder -Fenster offen, und auch nicht auf zwei oder mehreren Geräten zur selben Zeit. Die Software speichert immer die neuste Version eines Projekts – so könnte es passieren, dass der Zustand des Projekts in einem Fenster den mittlerweile neueren Zustand des Projekts in einem anderen Fenster überschreibt, sollte eine Speicherung ausgelöst werden.

Zeige dein Projekt – du kannst über die EasyShare-Funktion oben rechts dein Projektlink an eine Ko-AutorIn, LektorIn, RedakteurIn, ProduzentenIn oder einem Verlag, usw. schicken. Sei dir allerdings bewusst, dass jeder Mensch, der dein Projektlink öffnet, in der Lage sein wird, das Projekt zu ändern. Gib also Acht, wem du Zugang zu deinem Projekt gewährst. Übrigens ist es wahrscheinlich besser, kein Projektlink auf Social-Media-Kanälen zu posten.

Weitere Anleitungen hier. Viel Spaß mit dem Beemgee Autorentool!

Dialektisches Schreiben

Überlegungen zu einem dialektisch angeleiteten Schreiben, oder: Kann uns die Dialektik helfen, bessere Geschichten zu erzählen?

Gastbeitrag von Richard Sorg.

Prof. Dr. phil. Richard Sorg, Jahrgang 1940, ist Experte für Dialektik. Was ist das, und was hat sie mit meinem Roman zu tun? Nun, „Alle großen, bewegenden und überzeugenden Geschichten sind nicht denkbar ohne die zentrale Bedeutung der Widersprüche und Konflikte, welche die Antriebsenergie der Bewegung und Entwicklung darstellen.“ Damit sind wir mitten in der Dialektik. Und im Storytelling. 

Nach dem Studium der Theologie, Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Westberlin, Zürich und Marburg lehrte Richard Sorg Soziologie in Wiesbaden und Hamburg. Sein Buch „Dialektisch denken“ erschien vor kurzem im PapyRossa Verlag. (Foto: Torsten Kollmer)
 

Ideen, die in sich ein Konflikt- oder Widerspruchspotential enthalten. 

Manchmal steht am Anfang eines Musikstücks, ja einer ganzen Oper ein einzelner, aber zentraler Akkord, der dann allmählich entfaltet wird, seine ihm innewohnenden Seiten, Harmonien und Dissonanzen aus sich, aus dem gewählten, mitunter unscheinbaren Anfang heraustreten lässt, eine dramatische, konfliktreiche Entwicklung durchläuft, so dass am Ende des Weges dieses einfachen Akkords nach seiner Entfaltung dann eine ganze, komplexe Geschichte entstanden ist. So verhält es sich z.B. mit dem sog. Tristan-Akkord zu Beginn von Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“, ein leitmotivischer Akkord, der mit einer irritierenden Dissonanz ausklingt.

Der Anfang einer Erzählung ist manchmal ein Einfall, eine Idee, von der man zunächst mal nicht ohne weiteres weiß, wie es weiter gehen soll. Aber manche solche Einfälle oder Anfänge tragen ein Potential in sich, das sich zu entfalten vermag und ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten in sich birgt. ‚Kandidaten‘ für entwicklungsfähige Anfänge sind – vergleichbar dem erwähnten dissonanten Tristan-Akkord – solche, die in sich ein Konflikt- oder Widerspruchspotential enthalten; es kann aber auch eine Ruhe sein, mit der die Sache eröffnet wird, eine Ruhe, die sich dann als trügerisch erweisen mag. Vergleichbares finden wir auch in manchen Dramen, etwa bei Bertolt Brecht.

Damit sind wir bereits mitten in der Dialektik.  (mehr …)

Die Vorstellung – wie stellt sich die Figur ihr Leben idealerweise vor?

Geschichten werden von Sehnsucht getrieben.

Um etwas zu erreichen, muss es eine aktuelle Position und ein Ziel geben. Geschichten beschreiben grundsätzlich einen Zustandswechsel – die Dinge sind am Ende der Geschichte anders als am Anfang. Daher hat eine Geschichte einen Ausgangs- und einen Endpunkt, eine Auflösung.

Aber das ist nicht genug. Es muss Treibstoff und Energie vorhanden sein, um die Bewegung zwischen der einen und der anderen Position anzutreiben. In Geschichten ist diese treibende Kraft die Motivation der Figuren.

Motivation ist so wichtig für das Erzählen von Geschichten, dass wir uns mit verschiedenen Aspekten befassen werden. Wir zerlegen es in das, was wir die Vorstellung, den Wunsch und das Ziel nennen, die alle miteinander verbunden, aber auch voneinander getrennt sind. Hier in diesem Beitrag werden wir uns um die Vorstellung kümmern.

Eine Vorstellung ist der Figur von Anfang an inhärent – so stellt sich diese Figur einen Idealzustand vor, so möchte sie leben. Wir könnten es einen Charakter-Wunsch nennen, im Gegensatz zu dem Wunsch, der die Handlung antreibt (mit dem wir uns später beschäftigen werden).

Beispiele: (mehr …)

Leipziger Buchmesse: Storytelling im Tischgespräch

Wir laden im Rahmen der Leipziger Autorenrunde ein zum Gespräch mit Co-Gründer Olaf Bryan Wielk. #lar18

Immer schicken wir unsere literarischen Helden irgendwie auf eine Reise – so, wie wir sie agie­ren lassen in Geschichten und Romanen. Und sie sollen unsere Leser dabei mitnehmen im doppelten Sinne: Im Idealfall reagiert der Rezipient vielschichtig emotional.

Auf formaler Ebene tauchen bei Geschichten bestimmte erzählerische Strukturen immer wieder auf, ganz unabhängig davon, welcher Zeit oder Kultur sie entstammen. Das kann dazu verleiten, solcherart archetypische Muster als Erfolgsrezept zu betrachten und den Fokus auf die äußere Form zu legen: was für Szenen in welcher Reihenfolge usw. Aber trotz höchster Akkuratesse und allen Geschicks trägt die Story am Ende nicht selten die schemenhaften Züge eines Konstrukts, und unsere Helden wirken in der einen oder anderen Szene wie Marionetten an Fäden dick wie Ankertaue.

Seinen Blickwinkel und damit Schwerpunkt zu wechseln, bringt eine sehr hilfreiche Dynamik. Nicht der Held ist der Nabel der Welt, nein – die Stationen seiner Reise sollten sich den (häufig unbewussten) Erwartungen der Leser unterordnen: nicht im Sinne von andienerndem Gefallen-Wollen, sondern mit Augenmerk auf emotionale Wirkung.

Gilt es zunächst schlicht, Aufmerksamkeit und Neugier zu wecken (womit wir uns noch auf überwiegend kopfgesteuertem Terrain bewegen), dein Job (und deine Macht!) als Autor ist: Lass es uns spüren und fühlen!

Welche Emotion in welchem Stadium der Geschichte idealerweise ausgelöst werde sollte (und wie!), darüber möchten wir gern ins (Tisch-)Gespräch kommen. Ob Thriller oder Romance, Fantasy oder Familienroman – die ideale emotionale Leserreise hat übertragbare Züge. Eine Story kann ganz nah an einer persönlichen Erfahrung sein – mit sogar physischen Reaktionen: da pocht das Herz und schlägt schneller.

Die Leipziger Autorenrunde ist die Autorenkonferenz am 17. März 2018, veranstaltet von der Leipziger Buchmesse mit 54 hochkarätigen Tischgesprächsrunden. leipziger-autorenrunde.de

Das Setting

„Wo spielt die Geschichte?“

Die Antwort liefert viele Hinweise auf die betreffende Geschichte. Die Frage nach dem „Wo“ umfasst eigentlich etwas mehr als nur den Schauplatz. Lasst uns herausfinden, wie sich das Setting auf die folgenden Punkte bezieht:

  • Zeit
  • Genre
  • Story World – Die Welt der Geschichte
  • Prämisse

Zeit

Jede Star Wars-Geschichte erinnert uns an das Setting, bevor sie überhaupt beginnt: „Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis …“. Die berühmte „Es war einmal“-Eröffnung legt fest, dass es sich hier im Wesentlichen um ein Märchen mit Raumschiffen handelt.

„Mittelerde“ ist eine angemessene Antwort auf die obige Frage für den Herrn der Ringe. Man könnte versucht sein, zu erklären, dass dies ein fiktives Reich ist, vielleicht etwas darüber zu sagen, wie sich seine Technologie auf die tatsächliche Erdgeschichte bezieht, und vielleicht die Verbindung zur Midgard der nordischen Mythologie zu erwähnen.

Beide Beispiele enthalten also neben der Beschreibung des physischen Raums Hinweise und Assoziationen über die Zeit, in der die Ereignisse der Geschichte stattfinden.

Genre
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Online Autorenmesse

Die Romanschule Schreibfluss veranstaltet im November 2017 eine Messe im Netz.

Eine Woche lang geben 30 Experten, darunter Bestseller-Autoren wie Sebastian Fitzek und Iny Lorentz, wertvolle Hinweise über das Schreiben, Veröffentlichen und Vermarkten von Romanen.

Beemgee ist auch dabei. Am 7. November um 18:00 erzählen wir, wie du faszinierende Figuren für deine Geschichte schaffst, und weshalb sich das direkt auf deine Handlung auswirkt.

Details zum Kongress auf online-autorenmesse.de.

Am besten gleich zur Messe anmelden – einfach auf diesen Banner klicken:

Deine Helden – unsere Helden!

And the winner is …

Josi Schlichting hat die Jury mit ihrer Figur Mika überzeugt. Sie gewinnt ein Lektorat für ihren Roman und kann so lange Beemgee Premium nutzen wie sie will.

Die weiteren Gewinnerinnen sind:

– Capraibex mit ihrer Figur Catarina
– Alexandra Wirsch mit ihrer Figur Alvis Steiner
– Daria Valluga mit der Figur Nina Hardman
– Kerstin Hau mit der Figur Elsa

Wir gratulieren!

Gleichzeitig ein großes Dankeschön an BoD Books on Demand für die Idee für diesen einzigartigen Wettbewerb, und an die Akademie für Autoren für die Unterstützung in der Jury.

Foto: Schlichting


UPDATE: Die Gewinner!

Beemgee und BoD suchten die spannendste Figur im Wettbewerb Deine Helden.


Mit Beemgee eine Heldenfigur gestalten und tolle Gewinne einstreichen. Jetzt teilnehmen. 


Am 12. September 2017 war Einsendeschluss. Hunderte haben teilgenommen. Wir freuen uns, die vielen Helden kennenzulernen!


Update: Die Gewinner stehen fest! 

Dies sind die Figuren, die die Jury auserkoren hat:

Gewinner – Mika

Platz 2.-5. –
2. Catarina
3. Alvis Steiner
4. Nina Hardman
5. Elsa

Die Siegerehrung findet im Rahmen der Frankfurter Buchmesse 2017 am Samstag den 14. Oktober 2017 am Messestand von Books on Demand in Halle 3.0 Stand E43 und K16 statt.

Eine lobende Erwähnung erhält der Anti-Held Stanis.


Mehr Chancen auf Gewinne! 

Wer auf Englisch plotten kann, sollte sich unsere Plot of Gold Challenge ansehen!

Schnell – am 15. Oktober 2017 ist Teilnahmeschluss!

Schon mal versucht, eine Geschichte zu schreiben?

Aktualisiert: Öffentlicher Vortrag am 12. Juli, 18:00

Wer unseren letzten Vortrag verpasst hat, kann sich bei unserem TOA Satellite Event anmelden:

Archetypal Storytelling: Triggering Emotions


Für einen Erzähler von Geschichten – ganz gleich welcher Gattung – sind das Finden und Niederschreiben der Worte nur die halbe Arbeit. Die andere Kerntätigkeit besteht in der strukturellen Komposition der Story: Die narrative Struktur ist wesentlich für den Erfolg eines Romans oder Films, eines Theaterstücks.

Klassisches Storytelling nimmt als Ansatz die Lösung eines definierten Problems. Diese Herangehensweise gilt nicht nur für Belletristik, sie ist übertragbar auf Memoiren, Filme, sogar auf Games. Zudem impliziert die Narrative immer auch die Einbeziehung der emotionalen Ebene. (mehr …)

Rationale Einstellung

Was folgt, ist eine Übung zur Figurenentwicklung. Dabei geht es nicht um größtmögliche Realitätsnähe in der Abbildung der menschlichen Psyche. Vielmehr soll die Differenzierung zwischen der rationalen Einstellung einer Figur und ihrer emotionalen Haltung ein weiteres Mittel aufzeigen, mit dem Autoren inneren Konflikt darstellen und Figuren Mehrdimensionalität verleihen.

Bewusste und unbewusste Handlungsmotivation

Im Storytelling werden die Taten einer Figur durch ihr Wertesystem und ihre Einstellung, also ihre intellektuelle Position bestimmt – zumindest auf der Ebene, der sich die Figur bewusst ist. Allerdings fungiert die intellektuelle Haltung oft als artikulierte Version der emotionalen Haltung einer Figur.

Diese Differenzierung ist nicht ganz leicht herauszuarbeiten und mag spitzfindig erscheinen, doch oft ist es eine Hilfe, genau zu präzisieren, welchen Grund oder Ursprung das Verhalten einer Figur hat.

Der Effekt kann enorm sein, wenn es eine Diskrepanz (einen Konflikt) zwischen dem Grund, den die Figur ihren Taten zuschreibt, und dem wahren Ursprung gibt. Wenn der Leser/Zuschauer wahrnimmt, dass die Worte und Taten einer Figur nicht mit ihrer eigentlichen Motivation übereinstimmen, entsteht nicht selten eine Ironie, die durchaus Spannung erzeugen kann.

Auch hier gilt es, das Prinzip von Ursache und Wirkung zu verdeutlichen: Die intellektuelle Haltung lässt sich häufig als nachträglich rationalisiert beschreiben, also als ein Effekt, der von der emotionalen Haltung verursacht wurde.

Fassade und Innenleben der Figur

Aktionen machen den Plot aus, und die Figuren vollziehen sie. Meist verdeutlichen Autoren dem Leser/Zuschauer die Handlungsmotivation ihrer Figuren.(mehr …)

Geschichte einreichen: Reibungslos schreiben – von CONTEC, Beemgee & Ink-it

AKTUALISIERT: Beemgee, Ink it und CONTEC México 2017 starten Aufruf für Geschichten.

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Das ist Yolanda Prieto Pardo. Ihre Outline zur Geschichte LOS ALTOS VUELOS DE JOSEFINA gewann im Wettbewerb „Reibungslos Schreiben“, den wir mit Contec México und Ink it ausgerichtet haben. Die Autorin erhält ein lebenslanges Abo für Beemgee Premium. Darüber hinaus werden unsere Freunde bei Ink It den Roman online in 85 Ländern veröffentlichen.

Herzlichen Glückwunsch, Yolanda!


Der Aufruf “Fiction without Friction” von CONTEC, Beemgee und Ink it

Viele aktuelle Innovationen der Verlagswelt betreffen die Verbreitung und Vermarktung von Inhalten. Doch digitale Hilfen bieten auch den Schöpfern der Inhalte Unterstützung, bereits ab dem Moment der Ideenfindung. Darum geht’s in der Aktion „Fiction without Friction“ – reibungslos schreiben.

Unter Beemgee.com finden Autoren ein Tool-Set zur Strukturierung von Handlung und zur Entwicklung von Figuren. Ferner ist ein Beemgee-Projekt eine mächtige Ergänzung zum traditionellen Exposé.

Für Verlage und andere Medienunternehmen stellt Beemgee ein Werkzeug dar, dass die Produktivität bei der Evaluierung und Bearbeitung von narrativen Stoffen steigert. Die Zusammenarbeit zwischen Autor und Lektor bzw. Produzent/Regisseur wird durch den kollaborativen Aspekt von Beemgee erleichtert.

Um die neue Herangehensweise im frühen Stadium der Stoffentwicklung zu präsentieren, rufen die Konferenz CONTEC México und Beemgee insbesondere – jedoch nicht ausschließlich – die Besucher der Konferenz dazu auf, eine Story Outline einzureichen.

Deine Geschichte als Buch in über 40 Online-Shops! (mehr …)

Die Contentbranche im Wandel

oder wie Beemgee eine Lösung fand

Gastbeitrag von Theresa von Zepelin.

Seit über fünf Jahren schreibt Theresa von Zepelin nun als Literaturbloggerin auf ihrem Blog “Read me!. Durch ihren Studiengang Mediapublishing an der Hochschule der Medien in Stuttgart, kann sie die Liebe zum Buch auch zu ihrem Beruf machen. Der Umbruch ins digitale Zeitalter macht ihr keine Angst – im Gegenteil: Sie sieht ihn als Chance, die Buchbranche mitzugestalten.

Im Rahmen einer Hausarbeit hat Theresa sich mit Beemgee als content-orientiertem Startup auseinandergesetzt und dabei auch rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte einbezogen. Wir fühlen uns geehrt und freuen uns über den ersten deutschsprachigen Gastbeitrag auf unserem Blog! 

Die Verlagsbranche wird niemals sterben

Wenn ich den Leuten erzähle, dass ich nicht nur gerne und viel lese, sondern sogar studiere, um später in der Buchbranche zu arbeiten, gibt es zwei Arten von Reaktionen. Entweder es entsteht der Gedanke in den Köpfen der Leute, dass ich professionelle Autorin oder alternativ auch Lektorin werde, oder ich bekomme ein Lächeln, das sagt: “Was bist du doch naiv! Gedruckte Bücher gibt es bald nicht mehr, da verdient man kein Geld mit.”

Um gleich alles aufzuklären: Nein, im Verlag passiert weitaus mehr, als dass ein Autor oben seinen Text herein gießt, der Lektor diesen liest und am Ende ein fertiges Buch herauskommt. (mehr …)

Bewusstsein

Wo liegt das Problem? Wann wird die Figur darauf aufmerksam?

Es kann unterschiedliche Wissensstände innerhalb einer Geschichte geben:

  • Der Erzähler weiß mehr darüber, was gerade passiert, als die Figur selbst
  • Der Leser/Zuschauer weiß mehr darüber, was gerade passiert, als die Figur selbst
  • Das Bewusstsein einer Figur von dem, was vor sich geht, und dem Wissen einer anderen Figur kann unterschiedlich sein
  • Das Bewusstsein der Figur von ihrem eigenen internen Problem oder ihrer Motivation fehlt

Es geht also um Wahrnehmung und Verarbeitungsprozess. Eine Auseinandersetzung kann nur stattfinden, wenn eine Erkenntnis vorweggeht. Es ist eine Entscheidung des Autors, ob der Protagonist eine Selbsterkenntnis durchläuft oder ob andere Figuren, Erzähler, Leser/Zuschauer die Erkenntnis quasi in der Beobachtung haben.

Der letzte Punkt der Auflistung interessiert uns besonders, denn hier geht es um die Frage: Ist sich der Protagonist seines internen Problems bewusst? Wenn nicht, was passiert, damit er es wird? Findet eine Auseinandersetzung statt – und wenn ja: wie, wodurch und in welcher Form?

Das interne Problem

In vielen Geschichten haben Hauptfiguren, insbesondere der Protagonist, eine Charakterschwäche oder ein Manko, das den-/diejenigen davon abhält, das zu erreichen, was er/sie wirklich will, oder in verletzendes Verhalten gegenüber anderen resultiert.

Oft werden die Figuren dessen erst zu einem Zeitpunkt in der Geschichte gewahr, wenn sie durch die Geschehnisse zu einer Einsicht gelangen oder eine Offenbarung erfahren. Dieser Moment der Selbsterkenntnis führt dann dazu, dass die Figur ihre Verhaltensweise ändert und ihr Fehlverhalten wiedergutmacht – somit eine Veränderung durchläuft und sich zum Positiven entwickelt.  (mehr …)

Keine Geschichte ohne Vorgeschichte

Kaum eine Geschichte kommt ganz ohne Vorgeschichte aus.

Vorgeschichte, auch Backstory genannt, bezeichnet die Geschehnisse, die vor dem eigentlichen Beginn einer erzählten Geschichte – also vor dem Kick-off-Event, dem auslösenden Ereignis – stattgefunden haben und in direktem Zusammenhang mit der aktuellen Erzählung stehen. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Geschichte.

Jede Figur hat Vorfahren, eine Vergangenheit, eine eigene Geschichte. Diese Historie hat sie zu dem gemacht, was sie nun sind, bestimmt ihre Handlungen. Diese vorangegangenen Aktionen sind die Quelle der Ereignisse der aktuellen Geschichte und bestimmen diese – zumindest teilweise. Die insofern relevanten Informationen müssen dem Leser/Zuschauer zur Kenntnis gebracht werden, damit er die Geschichte verstehen kann.

Geschichten ohne großes Zitieren der Vorgeschichte sind meist eleganter, der Leser/Zuschauer akzeptiert ohne Weiteres Figuren, ohne ihre Hintergrundgeschichte zu kennen. Oft ist ein gewisses Rätsel um ihre Herkunft ganz reizvoll und macht es einfacher, sich mit ihnen zu identifizieren. Ein sehr spezielles fiktionales Leben kann so weit von der Erfahrungswelt des Lesers/Zuschauers entfernt sein, dass dieser den Bezug verliert bzw. es schwerfällt, sich in die Lebenswelt der Figur hineinzuversetzen. Die Backstory dient also nicht dazu, Resümees ganzer Leben zu bieten. Es ist jedoch nur natürlich, dass ein Vorleben stattgefunden hat und Teile aus dieser Vergangenheit relevant für die aktuelle Situation sind.

Vorgeschichte Organisieren

Diese „Versatzstücke” sinnvoll mit einzubinden, ist eine organisatorische Herausforderung(mehr …)

Risiko

Was geht es mich an?

Du bist auf einem Boot und siehst jemanden ins Wasser fallen. Bei welchem der beiden folgenden Fälle würdest du stärker emotional reagieren?

  1. Das Wasser ist vier Fuß tief und du weißt, dass der Kerl, der reinfiel, ein guter Schwimmer ist.
  2. Das Wasser ist vier Fuß tief und die Person, die reinfiel, ist ein dreijähriges Mädchen, das nicht schwimmen kann.

Vermutlich wäre deine emotionale Reaktion stärker, wenn das Mädchen vom Boot fiele, da du weißt, dass das Leben des Kindes auf dem Spiel steht. Die erste Situation ist nicht lebensbedrohlich und das einzige, was hierbei passieren könnte, ist, dass die Kleidung des Mannes nass wird und womöglich sein Selbstwertgefühl leidet.

Wie hoch das Risiko bestimmter Ereignisse für andere oder auch für dich selbst ist hat maßgeblich mit dem Ausmaß deines Mitgefühls oder deiner Besorgnis zu tun. Das gilt ebenso für fiktive Figuren wie in der realen Welt.

Daher ist es für Autoren ungeheuer wichtig, dem Leser/Zuschauer zu vermitteln, wie bedrohlich die Situationen sind, welchen die Figuren ausgesetzt sind. Der Rezipient muss wissen, was dabei für die Figuren jeweils auf dem Spiel steht. Was haben sie zu verlieren? Ihr Leben? Ihre Seele? Ihr Handy?

An der Schraube drehen

Die Gefahr für Leib und Leben kann von Anfang an deutlich sein, wenn die Probleme dargestellt sind. Alternativ kann(mehr …)

Bringing Them Home: The Inner Journey of Your Protagonist

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Author and creative writing teacher Jesse Falzoi was born in Hamburg and raised in Lübeck, Germany. Back in the nineties, after stays in the USA and France, she moved to Berlin, where she still lives with her three children.

She has translated Donald Barthelme stories into German. Her own stories have appeared in American, Russian, Indian, German, Swiss, Irish, British and Canadian magazines and anthologies. She holds an MFA in Creative Writing from Sierra Nevada College.

Her new book on Creative Writing is released end of May 2017. 

At the age of twenty-one I quit university and bought a one-way ticket to San Francisco, USA. I wanted to get far away from my first attempts to grow up. I wanted to get away from a frustrating relationship and boring courses and everything that was pushing me to take life more seriously. I didn’t have any plans what I would be doing in San Francisco but I had the address of an acquaintance I had made a year before. I went on a journey that was physical in the beginning and became more and more spiritual during the process. I bought a return ticket in the end and went back to my hometown just to pack my suitcases for good; I’d be staying in Germany, but I wouldn’t be staying home.

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Geschichten planen

Wie strukturiere ich eine spannende Handlung?
Basiswissen: Plot-Outlining

O. B. Wielk mit einem Vortrag beim FDA Berlin, 4. Juni 2016 (mehr …)

Autoren-Coaching auf der LBM17

Die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür!
Zu diesem Anlass haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Wir bieten ein exklusives Autoren-Coaching auf der LBM17.
Die Sessions werden von Beemgee in Kooperation mit der Autorenschule Schreibhain durchgeführt.

Wer bis zum 18. März 2017 seine Geschichte als Beemgee-Projekt anlegt und uns dieses einschickt, hat gute Chancen, einen unserer 8 Beratungstermine à 40 Minuten wahrzunehmen!
Darin erläutern wir inhaltlich anhand deiner Geschichte dramaturgische Grundlagen und geben hilfreiche Tipps, wie deine Story packender konstruiert sein könnte.

Und so geht’s: (mehr …)

Erzählperspektive

Der Ausdruck Erzählperspektive wird beim Storytelling für unterschiedliche Positionen verwendet. Wir differenzieren hier drei Definitionen:

  • Die übergeordnete Perspektive, aus der die Geschichte erzählt ist
  • Die jeweilige Szenenansicht
  • Die persönliche Sichtweise, der Blickwinkel des Autors

Übergeordnete Perspektive

Eine Geschichte kann, aber muss nicht aus der Sicht einer Hauptfigur geschildert werden, die Art und Weise der Reflektion kann vom Autor ganz nach Wunsch und Intention gestaltet werden.(mehr …)

Andere über Beemgee

Blogposts und Artikel über Beemgee auf anderen Webseiten

27.07.2018 | The Writing Platform | Screenshots: Beemgee

25.05.2018 | Jessica Halermoeller, BoD Fingerprint | Schreibwettbewerb „Dein Perfekter Plot“

05.12.2017 | Neil MacDonald Author | I won, I won, I won

18.10.2017 | Suzanna Williams | Review: Beemgee novel outlining software

05.10.2017 | Erika Frose | Are you a pantser or a plotter?

27.09.2017 | Kathy Edens | Writing App Reviews… Beemgee

18.08.2017 | Adriana Silver | Die eigenen Helden kennenlernen.

12.07.2017 | Fay-Readme! | Beemgee | It’s your story.

04.07.2017 | BoD fingerprint | Tipps zur Figurenentwicklung

10.05.2017 | CONTEC México | Fiction without Friction – Call for Story Outlines

04.04.2017 | Büchergefahr! | Folge 40: Charaktere und der Plot – Moderation: Roland Jesse

30.03.2017 | Literatur Radio Bayern | FDA Buchmesse Interview – Moderation: Uwe Kullnick

09.03.2017 | TYCOONSTORY | Beemgee provides storyteller with a writing tool

07.02.2017 | Pinkfish | future!publish 2017 in Berlin (mehr …)

Autoren-Tool – Features und Funktionen

Eine Beschreibung der gängigsten Funktionen aller Bereiche im Autorentool.

Outlining bedeutet: Handlung strukturieren und Figuren entwickeln

Mit unserem Outlining-Tool kannst du die Erzählstruktur deiner Geschichte skizzieren und dramaturgisch ausarbeiten.
Das Figurenensemble ist der Motor einer Geschichte. In unserem Figurenentwickler werden dir eine Reihe von Fragen zu den einzelnen Hauptfiguren gestellt, die dir helfen, ihre spezifische Rolle in der Erzählung genau zu definieren. Wenn du herausarbeitest, was die Figuren tun und warum, arbeitest du effektiv an deinem Plot.  (mehr …)

Step Outline

Die Step Outline ist die Zusammenfassung einer Geschichte – Szene für Szene.

Man kann es sich wie ein textliches Storyboard des ganzen Werks vorstellen: Die Step Outline bildet die gesamte Handlung in der angelegten Erzählstruktur ab – und bildet so die Zusammenfassung bzw. Kurzversion der Geschichte.
Jedes Handlungsereignis wird in Kürze umschrieben. Diese Beschreibungen (möglichst nur ein, max. zwei Sätze) lesen sich dann hintereinandergestellt in der narrativen Reihenfolge (Szenenfolge) als Kurzfassung der Langversion.

Ursache und Wirkung – die Konstruktion

Die Step Outline führt in ihrer Knappheit eines der wesentlichen Prinzipien des(mehr …)

Thema

Das Thema einer Geschichte ist der übergreifende Gedanke, der allem zugrundeliegt bzw. alles zusammenhält. Das Thema zu definieren ist eine Art zu beschreiben, worum es in der Geschichte geht. Es bildet quasi ein gedankliches Konzept ab und lässt sich in einem Satz, eher noch in einem Wort zusammenfassen – wie allg. „Reform“, „Rassismus“, „Gut ggn. Böse“ etc. Das Thema von Othello ist Eifersucht.
Das Thema ist mächtig, da es Werte ausdrückt.

Das Thema wird gemeinhin bewusst vom Autor gewählt und bildet dessen persönliche Vision von der bestmöglichen Lebensart ab. Im Idealfall ist dies in der Struktur der Geschichte erkennbar, z. B. durch die Kulmination der Erzählung in der Entscheidung, die der Protagonist zu fällen hat. Die Optionen, unter denen er wählen muss, zeigen mögliche Lebensweisen auf und den richtigen Weg.

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Beemgee goes Vienna

Am 24. Jänner ist Beemgee.com zu Gast in Wien.

Im Rahmen einer Präsentation inkl. Frage- und Diskussionsrunde wird anschaulich gezeigt, wie Autoren mit Beemgee.com effizient an Aufbau, Erzählstruktur und Stoffentwicklung ihrer Geschichten arbeiten können.
Autoren, Verleger, Lektoren, Redakteure, Drehbuchschreiber, Dramaturgen – alle, die mit Texterstellung zu tun haben, sind herzlich geladen. Natürlich auch alle anderen Neugierigen! (mehr …)

Schauplatz

Jedes Ereignis findet irgendwann und irgendwo statt.

Beides korrespondiert miteinander und hat dramaturgische Relevanz.
Wir unterscheiden zwischen dem übergeordneten Setting und spezifischen Locations in einer Geschichte.

STORY WORLD

Die sogenannte Story World, in der eine Geschichte angesiedelt bzw. eingebettet ist, beschreibt die Erzählwelt, also die gesamte Lebenswelt, in der sich die Figuren bewegen, das äußere Rahmengerüst. Diese ist immer spezifisch für die jeweilige Geschichte – was insbesondere in Fantasy-Geschichten eindeutig ablesbar ist, in denen das Setting sich von unserer „normalen“ Lebenswelt grundlegend unterscheidet (z. B. in Der Herr der Ringe, Die unendliche Geschichte).

Diese Erzählwelt kann sich aber auch nur auf einen Ausschnitt unserer bekannten Lebenswelt beschränken, z. B. auf(mehr …)

Internes Hindernis

In Geschichten müssen Figuren Hindernisse überwinden.

Diese treten in verschiedenen Formen und Schwierigkeitsgraden auf sowie auf unterschiedlichen Ebenen: extern, intern und antagonistisch.
Die Hindernisse, welche i. d. R. die größte Resonanz beim Leser/Zuschauer erzeugen, sind solche, welche die Protagonisten dazu zwingen, sich mit Problemen auseinanderzusetzen, die(mehr …)

Externe Hindernisse

Es gibt es drei Arten von Opposition, mit denen eine Figur in einem fiktionalen Werk – und nicht nur dort – konfrontiert ist:

Figur vs. Figur
Figur vs. Natur
Figur vs. Gesellschaft

Diese Art der Kategorisierung ist jedoch nicht gleichbedeutend mit internen, externen und antagonistischen Hindernissen! Jede der drei oben aufgeführten Oppositionen kann intern, extern oder antagonistisch sein – das hängt von der Struktur der Geschichte ab.

Externe Hindernisse entstehen aus der Erzählwelt, nicht aus dem Inneren der Figuren. Interne Hindernisse hingegen erwachsen aus(mehr …)

Internes Problem

Während das externe Problem den Zuschauern zeigt, was eine Figur zum Handeln motiviert (er oder sie will das Problem lösen), ist es das interne Problem, welches den Charakter interessant macht.

Das interne Problem bezeichnet eine psychische oder emotionale Schwäche oder Unzulänglichkeit der Figur, einen Fehler oder negativen Charakterzug.
Interne Probleme können dem Charakter schaden und sich nachteilig auf die Lösung des äußeren Problems auswirken. Schlimmer noch, interne Probleme können Charaktereigenschaften sein, die andere verletzen und ihnen Leid zufügen. Sie können zu asozialem Verhalten führen.
Klassisch ist dies der Überhang einer bestimmten Eigenschaft wie(mehr …)

Motive

Ein Motiv ist ein wiederholt auftretendes Element innerhalb eines Ganzen – im Storytelling wie in der Musik oder anderen Künsten.

Beispiele solch wiederkehrender Elemente sind ein Bild oder eine Form auf einem Bildteppich oder eine bestimmte Sequenz von Tönen in einer Symphonie. Die Platzierung dieser Elemente erzeugt ein Muster, dem ein Designprinzip zugrunde liegt. Es ist Teil des Handwerks eines Künstlers, dieses Muster zu bestimmen.

Wie man Motive in Geschichten einsetzt

Motive machen keine Handlung aus. Aber da sie Muster entstehen lassen, sind sie Teil der Struktur einer Geschichte – und sie fügen dieser eine Bedeutungsebene hinzu.

In Geschichten können Motive(mehr …)

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